Workshops für Frauen mit Endometriose in Bremen
Endometriose betrifft nicht nur den Körper. Sie bringt oft auch unzählige Fragen, Entscheidungen und widersprüchliche Empfehlungen mit sich.
Du hast Endometriose. Und damit oft nicht nur Schmerzen oder andere Beschwerden, sondern irgendwann auch einen Kopf voller Fragen.
- Hormone nehmen oder nicht?
- Was kann Ernährung wirklich verändern?
- Was ist mit Darm, Bewegung und Stress?
- Welche Empfehlungen sind sinnvoll und welche passen überhaupt zu mir?
Mit solchen Fragen bist du oft auf dich allein gestellt. Du brauchst verlässliche Informationen und jemanden, der die Möglichkeiten überblickt, deine Fragen einordnen kann und die Erfahrung mit dieser Erkrankung kennt.
Genau aus diesem Gedanken ist unser Format „Mit Endometriose in bester Gesellschaft“ entstanden.
Ein Angebot für Frauen mit Endometriose in Bremen und Umgebung, bei dem Wissen, Orientierung und Austausch zusammenkommen.
Unser Motto: Gemeinsam weniger allein.
Für die Teilnahme ist es übrigens nicht entscheidend, ob man Endometriose oder Adenomyose hat, wir gehen auf beide Diagnosen ein.
Warum wir diese Workshops ins Leben gerufen haben
Informationen über Endometriose gibt es inzwischen viele.
Manchmal sogar zu viele.
Die eine sagt: unbedingt Hormone.
Die nächste: auf keinen Fall Hormone.
Dann sollst du glutenfrei essen, deinen Darm sanieren, mehr Sport machen, weniger Stress haben, Nahrungsergänzung nehmen und am besten noch zehn andere Dinge gleichzeitig verändern.
Zurück bleibt nicht selten die Frage:
Was davon ist für mich eigentlich relevant?
In meiner Arbeit als Heilpraktikerin für Endometriose erlebe ich immer wieder Frauen, die sehr viel wissen und trotzdem völlig unsicher sind, wie sie dieses Wissen für ihre eigene Situation einordnen sollen. Auch Antje hat immer wieder solche Gespräche in ihren Yogakursen speziell für Endometriose-Betroffene.
Genau deshalb wollten wir kein weiteres Angebot schaffen, in dem vorne jemand referiert und am Ende wieder viele Informationen aber wenig konkrete Handlungsempfehlungen mitgegeben wurden.
Wir wollten einen Ort schaffen, an dem Wissen sortiert wird.
Wo Fragen erlaubt sind.
Wo unterschiedliche Erfahrungen nebeneinanderstehen dürfen.
Und wo man unter Gleichgesinnten zusammen kommt. In einem kleinen Kreis, dem ich nicht erst erklären muss, was Endometriose überhaupt ist. Frauen mit Adenomyose sind ebenso willkommen; wir sprechen über beide Erkrankungen.
Wer sind wir eigentlich?
Hinter „Mit Endometriose in bester Gesellschaft“ stehen wir beide: Simone Möller und Antje Keppel.
Und wir bringen nicht nur berufliches Wissen mit.
Wir kennen Endometriose auch aus unserem eigenen Leben.
Simone Möller
Ich bin Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Endometriose und Darmgesundheit und lebe selbst seit vielen Jahren mit Endometriose.
Meine eigene Erkrankung war der Ausgangspunkt dafür, mich immer intensiver mit der Definition von Gesundheit und dem Einfluss des Lebensstils und unterschiedlichen Therapieansätzen bei Endometriose und Darmbeschwerden auseinanderzusetzen.
Aus diesem persönlichen Weg wurde irgendwann mein Beruf.
Heute begleite ich Frauen in meiner Gesundheitspraxis Frau Möller, gebe Wissen als Dozentin weiter und bin seit vielen Jahren als Beraterin für die Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V. tätig.
Dabei ist mir besonders wichtig, Schulmedizin und ergänzende Ansätze nicht gegeneinander auszuspielen.
Ich möchte Frauen helfen, Zusammenhänge besser zu verstehen und informierte Entscheidungen für ihren eigenen Weg treffen zu können.
Antje Keppel
Antje ist Diätassistentin und Yogalehrerin in Bremen und arbeitet insbesondere rund um Ernährung, Frauengesundheit und Bewegung.
Auch sie lebt selbst seit vielen Jahren mit Endometriose.
Unter aenny flow – YOGA & KLANG bietet sie unter anderem Yoga für Frauen mit Endometriose an. In unseren Workshops bringt sie ihre Expertise rund um Ernährung, Körperwahrnehmung, Bewegung und Entspannung ein.
Uns verbindet dabei etwas Entscheidendes:
Wir kennen Endometriose nicht nur aus Büchern.
Wir kennen auch die Arzttermine.
Die Unsicherheit.
Die vielen gut gemeinten Ratschläge.
Die Tage, an denen Pläne plötzlich nicht funktionieren.
Und die Frage, wie viel Raum diese Erkrankung im eigenen Leben eigentlich bekommen soll.
Genau diese Verbindung aus fachlichem Wissen und eigener Erfahrung prägt unsere Workshops.
Was erwartet dich bei „Mit Endometriose in bester Gesellschaft“?
Unsere Workshops sind keine Selbsthilfegruppe, wir treffen uns nicht wiederkehrend und du kannst jeden Workshop unabhängig von den anderen besuchen.
An jedem Termin widmen wir uns einem konkreten Thema rund um Endometriose.
Das Konzept „Workshop“ ist bewusst gewählt. Es gibt keine Frontalvorträge, uns ist es wichtig, das wir die Themen gemeinsam mit unseren Teilnehmerinnen gestalten.
Du bekommst verständliche fachliche Impulse, kannst Fragen stellen und dich in einem geschützten Rahmen austauschen.
Je nach Workshop gibt es zusätzlich praktische Elemente, zum Beispiel sanftes Yoga bei Endometriose, Entspannung mit Klangschale oder gemeinsames Kochen.
Und ganz wichtig:
Du musst nichts mitmachen, was sich an diesem Tag für dich nicht gut anfühlt.
Auch wenn du morgens aufwachst und einen schlechten Endo-Tag hast, musst du bei uns nicht „funktionieren“.
Komm, wie du bist.
Unser Workshop: Endo-Kompass
Im Mittelpunkt steht ein Thema das uns in der Arbeit mit Betroffenen immer wieder begegnet:
Was kann ich selbst bei Endometriose tun?
Dabei geht es unter anderem um Ernährung, Darmgesundheit, Bewegung, Stress, Selbstfürsorge und unterschiedliche Möglichkeiten, die eigene Gesundheit zusätzlich zu unterstützen.
Nicht als To-do-Liste. Sondern als Orientierung.
Denn gerade bei Endometriose entsteht schnell das Gefühl, man müsste gleichzeitig seine gesamte Ernährung umstellen, den Darm optimieren, Nahrungsergänzung nehmen, jeden Tag Sport treiben und nebenbei selbstverständlich noch stressfrei leben.
Unser Ansatz ist ein anderer:
Erst verstehen. Dann entscheiden, was für dich wirklich sinnvoll ist.
Die ersten Auftakt im September 2026 hat uns noch einmal darin bestätigt, diese Reihe weiterzuführen.
Nächster Workshop: „Erstmal Hormone?“
Samstag, 28. November 2026 in Bremen
Hormone gehören bei Endometriose zu den häufigsten Therapieempfehlungen.
Und gleichzeitig gehören sie zu den Themen, bei denen viele Frauen besonders viele Fragen haben.
- Was können hormonelle Therapien leisten?
- Welche Möglichkeiten gibt es?
- Was passiert, wenn ich Nebenwirkungen habe?
- Und was kann zusätzlich eine Rolle spielen?
Bei „Erstmal Hormone?“ möchten wir genau diese Fragen differenziert betrachten.
Es geht deutlich nicht gegen eine Hormontherapie. Es geht darum, besser zu verstehen, was eine hormonelle Therapie kann, was sie eben nicht kann und welche weiteren Bereiche mitgedacht werden sollten.
YOMA am Ziegenmarkt, Römerstraße 1, Bremen
Samstag, 28. November 2026
10 bis 16 Uhr
Maximal 12 Teilnehmerinnen
Februar 2027: „Endlich normal essen“
Kaum ein Endometriose-Thema produziert so viele Regeln wie Ernährung.
Kein Gluten.
Keine Milch.
Kein Zucker.
Kein Kaffee.
Histaminarm.
Antientzündlich.
Und irgendwann weißt du möglicherweise gar nicht mehr, was du überhaupt noch essen sollst.
Deshalb wird unser Workshop am 20. Februar 2027 ganz praktisch.
Wir schauen darauf, was Ernährung bei Endometriose leisten kann, wo pauschale Empfehlungen zu kurz greifen und wie eine abwechslungsreiche Ernährung im echten Alltag aussehen kann.
Und dann wird gekocht.
Gemeinsam.
📍 Kochstudio Seitling, Am Neuen Markt 14, Bremen
📅 Samstag, 20. Februar 2027
🕙 10 bis 16 Uhr
👩 Maximal 12 Teilnehmerinnen
Für wen sind unsere Workshops gedacht?
Vielleicht bist du bei uns richtig, wenn du denkst:
„Ich habe schon so viel gelesen und bin trotzdem nicht schlauer.“
Wenn du verstehen möchtest, welche Möglichkeiten du überhaupt hast.
Wenn du dir fachliche Orientierung wünschst, ohne dass dir jemand den einen richtigen Weg verkaufen möchte.
Oder wenn du einfach einmal in einem Raum mit Frauen sitzen möchtest, die bei „Endo-Tag“ nicht fragen müssen, was du damit meinst.
Und was wollen wir langfristig erreichen?
„Mit Endometriose in bester Gesellschaft ist derzeit eine Workshop Reihe von Betroffenen für Betroffene. Sie soll kein einmaliges Projekt bleiben.
Wir möchten das Angebot für Frauen mit Endometriose in Bremen weiter ausbauen und auch die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Fachrichtungen stärken.
Unser Ziel ist es, zusammen mit anderen Therapeutinnen und den medizinischen Versorgungs-Einrichtungen das Angebot für Endometriosebetroffene deutlich zu verbessern.
Denn eine komplexe Erkrankung braucht aus unserer Sicht selten die eine Person mit allen Antworten.
Sie braucht gute medizinische Versorgung.
Sie braucht unterschiedliche Fachkompetenzen.
Und manchmal braucht sie auch einfach einen Ort, an dem Betroffene Fragen stellen können, die im normalen Praxisalltag keinen Platz gefunden haben.
Fazit: Hier musst du deine Endometriose nicht erklären
Vielleicht ist genau das der wichtigste Gedanke hinter „Mit Endometriose in bester Gesellschaft“.
Du kommst nicht zu uns, weil wir dir versprechen, nach sechs Stunden die Lösung für deine Endometriose gefunden zu haben.
Du kommst, um Zusammenhänge besser zu verstehen.
Um Fragen zu stellen.
Um neue Perspektiven kennenzulernen.
Und vielleicht auch, um einmal festzustellen:
Ich bin mit all dem gar nicht so allein, wie es sich manchmal anfühlt.